Canna Art, ist das möglich ...?

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sand cat
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Re: Canna Art, ist das möglich ...?

Beitrag von sand cat » 09.07.2017, 21:28

Die Cleopatra. Ein etwas älteres Bild, vom April diesen Jahres.
IMG_20170409_072755.jpg
Schon interessant daß man diese Canna Art hier, selbst im Hochsommer halten und zum Blühen bringen kann. Obwohl, die Blätter sehn im Moment recht mitgenommen aus. Vertrocknen vom Rand her. Ist aber auch nicht verwunderlich bei den Sommer Temperaturen hier. Gibt sich wieder. Die Cleopatra wird den Sommer, wenn auch mit Mühe, überstehen.
Herzliche Grüße

   Sandkater                     Aus der Wüste, wo man einen Bierzapfhahn vergeblich sucht.

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Re: Canna Art, ist das möglich ...?

Beitrag von sand cat » 07.05.2018, 10:23

Anzucht der C. warscewiczii aus Samen.
Ich hatte ja anfangs vom thread mal berichtet daß die C. warscewiczii zwar wunderbar blüht, aber keine Samen bildet. Dies kann ich nun nach 2 Saisons definitiv revidieren.

Die C. warscewiczii bildet jede Menge an Samen aus aber nur solange wie das Substrat noch voll Energie ist UND die Jahreszeit paßt. Das heißt wenn ich Oktober zuvor gut bewurzelte Steckis in Kübel mit frischer Blumenerde setze dann wachsen schnell neue Austrieb welche auch schon recht stattlich werden. Als bald der Stecki nun im neuen Kübel gut Wurzeln gebildet hat wachsen die dann folgenden Austriebe zu richtigen, hohen Monstern heran. Eine Höhe von 2 1/2 m ist dann keine Seltenheit. Diese blühen dann im / ab Dezember. Die zur Befruchtung benötigten Befruchter sind inzwischen auf Grund der kühleren Jahreszeit von Afrika auch eingetroffen. Und jetzt gibt's es bis in den März / April hinein regelmäßig jede Menge an Samen welche auch eine hohe Keimrate haben. Aber, man braucht manchmal etwas Geduld.

Wie lange braucht ein Canna warscewiczii Samen bis er aufläuft?
Ist bei jedem Samen anderst, jeder verhält sich da anderst. Annegret hatte ja Samen in der Erde und hatte schon fast aufgegeben da sich über lange Zeit nix tat. Ob sich inzwischen Keimlinge sehen ham lassen weiß ich nicht. Im Internet steht Auflaufzeit bis zu 6 Monaten.

Hier kurz zwei Beispiele wie unterschiedlich sich die Samen verhalten. Als erstes, ein Samen welcher von der Samenkapsel raus direkt in den darunter stehenden Topf gesteckt wurde. 3cm tief etwa. Dieser hat genau 10 Tage zum Auflaufen gebraucht. Frischer Samen aus der Samenkapsel, gut trocken gewesen, Außenhaut nicht angeritzt oder angeschliffen gewesen. Zuvor auch nicht zum Quellen, Wasseraufnahme im Wasser gewesen.
Am 2. April wurde der Samen in die Erde gebracht, also vor gut 5 Wochen. Hat sich inzwischen gut entwickelt. (Substrat gut feucht, ab etwa 1 Uhr volle Kanne Sonne drauf bis etwa 6 Uhr abends.
IMG_20180507_072352.jpg
Ein anderer Versuch.
Da hab ich leider keine älteren Bilder mehr, aber auf Grund der in diesem thread hochgeladenen Bilder seh ich an den Töpfchen in meiner "Anzuchtsecke", da sieht man die kleinen 8er Töpfchen schon, daß die Canna Samen am 26.März bereits in der Erde waren. Also eher noch vor dem 26.3. Das waren 6 Töpfchen mit jeweils 1 Samen drin. 3 ganz frische, direkt aus der Samenkapsel und 3 vom Januar oder Februar. Ebenfalls nicht angeritzt oder angeschliffen. Ob ich se zum Vorquellen ins Wasser gelegt hatte weiß ich nicht mehr, ich glaub aber nicht.
26. März bis heute, das sind fast 7 Wochen. Substrat immer feucht, im Schatten.

Vor 2 Wochen gab es selbstgemachte Kürbissuppe aus dem Butternut Kürbis. Die Samen hab ich 5 Tage zum Trocknen draußen liegen gehabt und dachte, na ja, Canna warscewiczii...... Fehlschlag. Also kurzum die kl. Töpfchen genommen und je 2 Kürbissen da rein. Auflaufzeit der Kürbissen gerade mal 3 läpprige Tage. Heute morgen gecheckt, ups, was kommt denn da???

Das sind die Kürbissetzlinge. In jedem Topf liegt versteckt noch 1 Cannasamen. Ich geh nun einfach mal davon aus daß keiner von denen inzwischen verfault ist.
IMG_20180507_072418.jpg
Und in einem Pott dazwischen.
IMG_20180507_072410.jpg
Die noch saftig grünen "Stutzel" links und rechts vom Sämling, nicht täuschen lassen, das sind die Reste von 2 Kürbissämlingen. Diese hab ich heut morgen gleich abgezwickt nachdem ich gesehen hab daß da ein Cannasamen aufgelaufen ist.

Also hat dieser Samen jetzt (aller)mindestens 7 - 8 Wochen gebraucht bis er sich entschieden hat, nu laufe ich mal locker auf. Ich hatte die Töpfchen mit den 3 älteren Samen gekennzeichnet gehabt und kann somit zu 100% sagen daß der nun aufgelaufene Samen ein Samen war welcher auch frisch von der Pflanze herunter genommen war. Gleiches Samenmaterial, klimamäßig so gut wie gleiche Bedingungen (Standort wo anderst), Substrat, Wasserhaushalt um die wichtigsten Komponenten aufzuzählen. Und trotzdem ein riesen Unterschied, das sind ja Wochen, bezüglich der Keimzeit.
Jetzt bin ich mal gespannt ob sich da eventuell noch weitere Cannasämlinge zeigen werden.

Also ist somit zumindest bewiesen daß Samen der Canna warscewiczii sehr lange brauchen können bis se dann irgendwann auflaufen. Keimquote. Hm, besch..... jetzt daß da nu Kürbissamen da reingestopft hab, sa drin sind...... Aber, nichts desto trotz, 3 Töpfchen mit Kürbissen werd ich so und so in größere Pötte setzen. Mal abgesehen davon daß es heißer und heißer wird und ich 0 Ahnung hab ob diese Kürbis Art unsere Sommertemperaturen hier überhaupt abkann. Aber, für ein paar Wochen noch können sich die restlichen Samen in den Töpfchen überlegen ob se nu auflaufen wollen oder auch nicht. Sofern se auflaufen und die Kürbispflanzen den Bach hinunter gehen dann hab ich gleich wieder ganz frisches Canna Material, nicht aus Steckis herangezogen.
Herzliche Grüße

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Re: Canna Art, ist das möglich ...?

Beitrag von Annegret » 07.05.2018, 21:52

Heiner, ich bewundere dein unermüdliches experimentieren mit deinen Pflanzen.

Gibt es eigentlich noch andere Leute mit grünem Daumen in Jeddah?
Ich meine da nicht die Einheimischen, sondern euch "Wanderarbeiter"!
Liebe Grüße aus Hamburg

von Annegret

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Re: Canna Art, ist das möglich ...?

Beitrag von sand cat » 07.05.2018, 22:11

Moin Annegret.
Nö, ich kenn Keinen, Keine, niemand hier welcher so mit Pflanzen jeglicher Art rumhantiert. Da bin ich wohl ne Ausnahme.
Herzliche Grüße

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Re: Canna Art, ist das möglich ...?

Beitrag von sand cat » 08.05.2018, 09:02

Ich muß mich korrigieren, total vergessen. Es gibt da die Molly, Spitzname, ein Ägypterin. Da steht auch immer alles voll mit Pflanzen, Blumen, blüht und duftet. Ihr hab ich schon so einiges an Pflanzen arterial, bewurzelte und getopfte Stecklinge gegeben. Die Molly ist aber auch keine typische Araberin. Dafür war Sie zu lange in Dland. Über 20 Jahre glaub ich. Spricht auch gut Deutsch. Und sonstige "Wanderarbeiter", nö, da kenn ich niemanden.

Die Einheimischen, oh je, hm, dreckige Arbeit, Arbeit im Freien, unwissend, davon aber viel. Ein Saudi macht sowas doch nicht. Wo denkst du hin. Im Dreck buddeln. Igitt!! "Er läßt das machen". Wahrscheinlich sind se selbst um ein Loch zu graben oder einen Sack mit Blumenerde aufzuschneiden noch zu blöd dazu. Auserdem, gaaaanz wichtig. Kommt als erstes. Welchen Vorteil sollte das haben? Wenn man sowas könnte, wüßte, täte?? Im Koran steht da nichts davon. Somit unwichtig, unnütz. Kein Witz!!!

Hab ja gestern Abend Hibiskus sinuensis Rückschnitt/Umtopfaktion gehabt. Da hab ich die kleine Canna w. Pflanze aus dem Kübel ausgebaut und auch mit umgetopft.
IMG_20180507_210546.jpg
Und der aufgelaufene Samen, schau, rasend schnell wie die wachsen. Im Töpfchen hinten rechts.
IMG_20180507_210523.jpg
Ein besseres Bild.
IMG_20180507_210514.jpg
Somit hab ich mal wieder 2 Pflanzen, eine Generation Canna warscewiczii aus Samen und nicht aus Stecklingen.
Herzliche Grüße

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