Erstes Jahr draußen, besser was früher reinräumen?

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Eifelhexe
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Erstes Jahr draußen, besser was früher reinräumen?

Beitrag von Eifelhexe » 13.08.2014, 19:18

Hallo,

meine Hibiscus rosa sinensis haben ihren ersten Sommer bei uns auf der Terasse verbracht. Nun wird es bei uns in der Eifel ja sehr früh wieder deutlich kühler, und ich frage mich, ob ich die Pflanzen jahr/schrittweise an kühlere Temperaturen gewöhnen soll, sprich, sie dieses Jahr überhaupt recht früh wieder reinholen.
Bei uns merkt man schon, der Sommer hat sein Pulver verschossen.
Die Tagestemperaturen schwanken diese Woche zwischen 16C° und 18C°., Nachttemperaturen: zwischen 9C° und 11C°.
Der Wind hat auch wieder deutlich an Stärke zugenommen.
Problematisch sehe ich auch die Tatsache, das durch den starken Wind der Regen auch wieder komplett schräg kommt, die Erde in den Töpfen richtig was abbekommt, und es nachts schon in Richtung immer kühler geht.
Könnte das nicht zu Schäden an den Wurzeln geben? Die Töpfe stehen auf Styro und sind mit Klinkersteinen "eingemauert".

Und zu den geeigneten Temperaturen für Hibsicus rosa sinensis finde ich stark voneinander abweichende Angaben im Internet dazu.

Also was ich generell meine, da es ja ihr erstes Jahr draußen ist, sie in diesem auch früher reinholen, und dann nächstes Jahr was länger draußen lassen? Oder ist das Quatsch?

Ach ja, Gurdrun, falls du das hier liest, der El Capitolio hat gerade geblüht, einfach traumhaft die Blüten!  :)  Danke nochmal.
Gruß, Tanja

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Eifelhexe
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Beitrag von Eifelhexe » 13.08.2014, 19:26

Ach, hab hier grad gelesen. http://www.fuchsienfreunde.de/viewtopic.php?t=5190

Also wird es ja eh schon Grenzwertig mit den Nachttemperaturen...
Gruß, Tanja

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MadMim
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Beitrag von MadMim » 13.08.2014, 23:01

Ich würde die gepfropften beizeiten nach innen holen.
Meistens fangen sie dann nochmal richtig an mit Blühen.
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Beitrag von gudrun » 13.08.2014, 23:11

Als ich im Taunus wohnte, Hexchen, da hab ich meine Hibis auch schleunigst reingeholt, wenn das schöne Sommerwetter vorbei war. Ja, da hat Traudel Recht, als erstes die Gepfropften. El Capitolio ist nicht soo empfindlich. Aber man hat mehr noch von den vielen Knospen, wenn sie rechtzeitig ins Warme kommen.

Nur Deine Aussage, sie nächstes Jahr länger draußen zu lassen, ist nicht richtig. Richte Dich jedes Jahr nach dem Wetter. Es macht keinen Sinn, Hibis den Anspruch auf Wärme abzugewöhnen. Wenn die nächtlichen Temperaturen die 10° Grenze für längere Zeit erreichen, dann rein damit.
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Viele Grüße aus Hochheim
Gudrun

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Eifelhexe
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Beitrag von Eifelhexe » 14.08.2014, 16:47

Hallo,

danke für eure Antworten.  :)

Gudrun, das mit den Temperaturen ließ mich auch was zweifeln. Darum habe ich auch gefragt.
Hatte das aber auch im Internet als Info gefunden, sie Jahrweise an kühlere Temperaturen draußen zu lassen. Manche holen ihre wohl echt erst kurz vor Frost rein. Das finde ich persönlich schon sehr heftig, für die Pflanze.
Mich ließ es halt zweifeln, eben schon alleine aus dem oben schon angesprochenen Gedanken, das die Erde in den Töpfen ja gegen Herbst meist alleine schon Wetterbedingt gut naß wird, die Temperaturen dann aber doch schon frisch werden, und das doch nicht gut für die Wurzeln sein kann. Und was die Wurzeln angeht, da sind sie ja bei Nässe und Kälte empfindlich. Das paßte für mich halt auch nicht zusammen, darum die Frage.

Und nachdem ich nochmal darüber nachgedacht habe, woher unsere Schätzchen eigentlich stammen, da ist bei uns einfach recht früh schluß mit den Temperaturen.
Ich könnte mir auch vorstellen, das die Hibisken, die so extrem lange draußen bleiben, also temperaturmäßig, einiges an Laub einbüßen?

Habe gestern noch meine Hibis alle wieder reingeräumt, von vor jetzt wieder hinter der Scheibe.  ;)

Mir war nämlich auch noch aufgefallen, das alle seit einiger Zeit nicht mehr richtig geblüht haben, aber viele Knopsen hatten, diese sich aber wohl wegen der Temperaturen nicht mehr weiter entwickelten sozusagen. Das war für mich Grund genug, noch bevor eine Antwort kam, sie ins "Warme" zu bringen. Aber eure Antworten haben mich dann bestätigt, das es richtig war auf mein Gefühl zu hören. Und da die letzte Nacht wieder recht kalt werden sollte, habe ich dann doch lieber sofort gehandelt.
Und ich meine, wenn ich mich nicht irre, das seit gerstern sich schon deutlich etwas an den Knospen an aktivität zeigt. Schätze, in einigen Tagen werde ich mich hier an vielen Blüten erfreuen dürfen.  :D

Ach ja... vielleicht lern ich das noch irgendwann, mal direkt auf mein Gefühl zu hören. Dann würde ich euch viele Fragen ersparen.  :!:
Gruß, Tanja

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Beitrag von gudrun » 14.08.2014, 22:11

Gefühl? Ich nenn es gesunden Menschenverstand.

Die Hibis gehen nicht gleich kaputt, wenn sie bei kühleren Temperaturen draußen bleiben, aber erst fallen die Knospen, dann die Blätter. Sie gehen wirklich nicht kaputt, aber im Frühjahr, wenn sie dann wärmer stehen, dauert es ewig, bis sie wieder grün sind.
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Viele Grüße aus Hochheim
Gudrun

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Beitrag von Eifelhexe » 14.08.2014, 23:04

Ja, und das kostet wohl unnötig Kraft.

Eben habe ich dann mal gute fünf Kreuzspinnen zwischen den Pflanzen aus ihren kunstvollen Netzen gefischt und rausgesetzt.
Das sah zwar echt super aus, vor allem das große dicke Weibchen, und überhaupt die Netze mit je einer Spinne in der Mitte, verteilt zwischen den Pflanzen kunstvoll gesponnen und befestigt. Aber bei mir im Wohnzimmer gibt es einfach nicht genug Futter.   ;)  
Eine habe ich übersehen, die versuche ich morgen mal mit einem der Heimchen für meine großen Spinnen zu füttern. Müßte gehen, wenn ich ein ganz kleines wähle und direkt ins Netz fallen lassen. Das bleibt ja direkt kleben. Hach... wie schön. Hauseigene Kreuzspinnen!  :D  
Mist, jetzt ärger ich mich grad, das ich das große Weibchen schon rausgesetzt habe.  :evil:  
Aber naja.. die müssen sich ja auch auf den Herbst vorbereiten.
Naja, dann werd ich die übriggebliebene mal schön fett füttern und dann auch zum Hollunder bringen. Der ist dieses Jahr voll mit Netzen von Kreuzspinnen. Auch bei den Wasserfässern, jede Menge.
Ist immer schade, wenn man die über Nacht entstandenen Netzte zerstören muß, weil man schlichtweg sonst nicht an die Fässer drankommt.
Ich sach dann immer: " Oh mann... tut mir echt leid..."  
Mein Mann:" Entschuldigst du dich schon wieder bei den Spinnen?"
Ich:"klar, ist ja auch gemein.."  Findet mein Mann immer lustig.    ;)    :D
Gruß, Tanja

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Beitrag von MadMim » 14.08.2014, 23:23

Wenn ich nicht solchen Horror vor Spinnen hätte...
bei mir würden sie momentan satt, weil ich jeden Tag hier grüne Hüpfer
in meiner Parterrewohnung habe.

Zur Zeit beginnen die riesigen schwarzen Erdspinnen (?) hier einzuwandern... :a010  :a010  :a010
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Beitrag von margit_v » 14.08.2014, 23:25

Ich habe ein paar Jahre leider ohne Freiluft-Möglichkeit für meine Pflanzen und meiner beiden ältesten Hibis gewohnt, leider auch ohne Südfenster bzw. Fenster mit viel Sonne. Es hat ihnen überhaupt nicht geschadet, sie haben auch geblüht, wenn auch erst im Herbst.
Du kannst sie also rein holen, geh nach deinem Gefühl. Lieber zu früh nach drinnen, als dass sie doch Schaden nehmen.
Liebe Grüße
Margit

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Beitrag von margit_v » 14.08.2014, 23:27

MadMim hat geschrieben:Wenn ich nicht solchen Horror vor Spinnen hätte...
bei mir würden sie momentan satt, weil ich jeden Tag hier grüne Hüpfer
in meiner Parterrewohnung habe.

Zur Zeit beginnen die riesigen schwarzen Erdspinnen (?) hier einzuwandern... :a010  :a010  :a010
Du musst dir sagen "Spinnen heißt keine Stechviecher und sonstige Schädlinge (auch an denn Pflanzen)"  :D

Wenn ich mich hier umschau, hab ich an meinen Pflanzen draußen etliche Spinnen und innen ein paar in ihren Terrarien...  :lol:
Liebe Grüße
Margit

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