Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

nur mehrjähriges an Kübels und Exoten
Antworten

Benutzeravatar
sand cat
Aktives Mitglied
Beiträge: 2518
Registriert: 16.10.2014, 08:26
Wohnort: Jeddah K.S.A
Danksagung erhalten: 4 Mal

Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von sand cat » 30.04.2018, 19:57

Einen schönen Abend Wünsch ich allen.
Zuerst ein, zwei Bilder dazu.
IMG_20180430_072842.jpg
Das Substrat, tja, das kann man inzwischen nicht mehr als Erde bezeichnen. Mit dem Finger versuchen ein Loch da reinzudrücken, du brichst dir fast den Finger. Nur noch Wurzelwerk. Wie es tiefer in der Erde aussieht, ich vermute mal auch nur Wurzeln.
IMG_20180430_072853.jpg
Daß der gefüllte Oleander so einseitig wächst, im Moment blüht, daran ist mit Sicherheit der inzwischen riesig große Ricinus daneben schuld. Wo Vorteile sind gibt's auch Nachteile. Logo. Das "Dach" des Rizi's schirmt alles was darunter wächst herrlich gegen die intensive Sonneneinstrahlung ab. Da drunter wuchert alles regelrecht. Normalerweise brennt da den ganzen Tag land die Sonne hin. Der Nachteil dadurch, logischerweise, weniger Licht, der Busch wächst einseitig. Das ist aber im Moment das kleinere Problem. Nach dem Umtopfen, Rückschnitt, ich könnte den Kübel auch umstellen.
Größe, Volumen des Topfes. Da hatte ich mir verrechnet gehabt, bezw aus Versehen damals das Volumen des wesentlich größeren Kübels des Flammenbaumes angegeben gehabt.

Ich dachte nun daß ich von oben vom Rand her rings herum etwa 15 - 20cm kreisrund nach unten absteche. Durchmesser des Kübels oben um 900cm. Nach unten in die Erde rein da richte ich mich dann in wie weit alles nach unten durchgewurzelt ist. Die Höhe des Kübels ist auch 900cm. Ich würde dann mit der Fuchsschwanzsäge bei etwa 500 von oben her gesehen quer durch fahren. Übrig bleibt dann der Rest des alten Wurzelballens, ein Zylinder mit etwa 450 - 500cm Durchmesser und einer Höhe von etwa 500cm. Dann diesen Zylinder nach unten hin noch leicht verjüngen. Frische Erde drum herum, eintopfen fertig.
Oben, das Grünzeugs, Äste, ebenfalls ein Radikalrückschnitt. Erst mal die ganzen alten Äste raus, die Restlichen, alle so zurückschneiden daß an jeden Ast, Zweig mindestens noch 2 Augen des letzten Rückschnittes übrigbleiben. Verlust der Blatt / Ast / Zweigmasse liegt somit bei mindestens 50%.
Jetzt die Frage, kann ich das so machen ohne daß ich den Oleander dabei kille? Zum Vergleich, Hibiskus. Beim roten Hibiskus sinuensis, kein Problem. Der macht das jedes Jahr so mit und dankt es mir 3 - 4 Monate später mit vielen neuen Ästchen und Mega Blüten.
Der große Oleander im Beet mit den einfachen weißen Blüten kann so eine Gewaltstortour auch problemlos ab.
Ich frag auch deßhalb da der Zuchtoleander im Allgemeinen etwas empfindlicher ist als wie ein 0 8 15 Oleander. Hat sich schon eindeutig herausgestellt. Zum Bsp., Steckis bewurzeln, vieeel heikler bei diesem toll duftenden, gefüllten Oleander. (beim weißen Oli, Stecki machen mit 5cm Durchmesser, ab ins Wasser, nach 2 Monaten hängt da ein Wurzelknollen dran, sagenhaft. Beim Gefüllten, da funzt das so nicht).
Für reichlich Info wäre ich dankbar. Da ist dann an einem Wochenende viel Schwitzen angesagt.
Herzliche Grüße

   Sandkater                     Aus der Wüste, wo man einen Bierzapfhahn vergeblich sucht.

Benutzeravatar
Gisela
Aktives Mitglied
Beiträge: 1580
Registriert: 16.09.2014, 19:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von Gisela » 30.04.2018, 20:10

Ich nehme jetzt einfach mal an, dass Du mm meinst wo Du von cm schreibst.

Hab auch seit Jahren einen Riesenbusch. Alle paar Jahre zieh ich den Topf auf eine Plane, lege ihn, ziehe den Topf ab und schneide mit einer Säge den Wurzelballen rundum dünner und auch unten noch eine Scheibe ab. Dann kommt in den gleichen Topf frisches Substrat, die Pflanze wieder rein, reihum neues Substrat. Im Substrat hab ich immer noch etwas Langzeitdünger untergemischt. Dann wird alles wieder hingestellt und der Pott gut durch gewässert. Und dann ist wieder ein paar Jahre Ruhe.
"Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung." .....(Marcel Pagnol)
http://www.lustcon.de/
https://www.facebook.com/lustcon/

Benutzeravatar
sand cat
Aktives Mitglied
Beiträge: 2518
Registriert: 16.10.2014, 08:26
Wohnort: Jeddah K.S.A
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von sand cat » 30.04.2018, 20:48

Hallo Gisela.
Na ja, einen Wurzelballen nach dem Rückschnitt mit Durchmesser 500cm = 5m!! und einer Höhe von 500cm = 5m, das wäre was, oder?

Dann machen wir bei 450, 500, 900, usw eine 0 weg, dann paßt es in cm.

Hier z. B. einer dieser Mega Stecki's. Der Dicke hat fast 5cm Stammdicke.
IMG_20180430_213700.jpg
IMG_20180430_213708.jpg
Danke für die Info. Du machst es dann ja im Prinzip so wie ich es auch vor habe.
Herzliche Grüße

   Sandkater                     Aus der Wüste, wo man einen Bierzapfhahn vergeblich sucht.

Benutzeravatar
Gisela
Aktives Mitglied
Beiträge: 1580
Registriert: 16.09.2014, 19:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von Gisela » 30.04.2018, 21:14

Ja, genau so.

Das Einzige, was ich nicht so mache, ist der Rückschnitt. Bei unserem Klima dauert das dann zulange, bis die wieder blühen. Da hast Du in Jeddah die deutlich besseren Karten. Ich schneide nach dem Ausräumen aus dem Winterquartier lediglich das "Unschöne" weg, vielleicht noch ein bisschen in Form bringen, aber nich mehr. Bei der Höhe muss ich schauen, dass ich mir noch genug Äste stehen lasse, damit die Blüte nicht ausfällt.
"Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung." .....(Marcel Pagnol)
http://www.lustcon.de/
https://www.facebook.com/lustcon/

Benutzeravatar
sand cat
Aktives Mitglied
Beiträge: 2518
Registriert: 16.10.2014, 08:26
Wohnort: Jeddah K.S.A
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von sand cat » 30.04.2018, 21:34

Das Klima ist hier natürlich ein riesen Vorteil. Ich schneid jetzt z. B. alle Äste, Ruten bis auf 2 - 3 Augen zurück. Nach ca 14 Tagen sind an den Augen die nächsten Austriebe schon sichtbar. Wenn ich nun z. B. Ende September zurückschneide dann dauert es bis zur nächsten Blüte maximal 3 Monate. Maximal. In den heißen Sommermonaten braucht vielleicht 4 Wochen mehr. Ich hatte das mal wo gelesen. Wenn du in Dland, im Herbst war es glaub ich, die ganzen Äste zurückschneidest dann fällt im nächsten Jahr die Blüte aus weil, in den Äste im Herbst schon für das nächste Jahr nach der Ruhephase/Winter die kommenden Blüten, wie sagt man dazu, schon existieren. Dieses Problem hab ich GsD hier nicht.
Also geh ich es in etwa 8 bis 10 Wochen an. Rückschnitt Radikal.
Herzliche Grüße

   Sandkater                     Aus der Wüste, wo man einen Bierzapfhahn vergeblich sucht.

Benutzeravatar
Gisela
Aktives Mitglied
Beiträge: 1580
Registriert: 16.09.2014, 19:25
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von Gisela » 30.04.2018, 23:22

Um Dein Klima beneide ich Dich immer ein klein wenig.
"Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung." .....(Marcel Pagnol)
http://www.lustcon.de/
https://www.facebook.com/lustcon/

Benutzeravatar
sand cat
Aktives Mitglied
Beiträge: 2518
Registriert: 16.10.2014, 08:26
Wohnort: Jeddah K.S.A
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Einen großen Oleander umtopfen.....geht das?

Beitrag von sand cat » 07.05.2018, 07:30

Der dicke Stecki von weißen Oleander.
Für diese kurze Zeit wo der Stecki im Wasser steht (um die 2 Wochen) ist das Ergebnis schon ganz gut.
IMG_20180507_072438.jpg
Wenn da nix großartige Negatives passiert und der Stecki so schön weiter Wurzeln treibt dann "könnte" ich den in 3 Wochen topfen. Ich geh aber auf Nummer sicher und laß den bis Ende Juni da drin stehen. Nach dem Urlaub wird der dann getopft.......sofern Katschi welcher sich um meinen Garten kümmert während wir im Urlaub sind, wenn er den Prügel da hinten unter den Bananen nicht wieder vergißt. So wie letztes Jahr auch. Der letztjährige Stecki war ebenso groß und hatte auch angefangen top zu Wurzeln.
Tja, ich sag bloß Ramadan geschädigt, die Typen. Nach 2 Wochen sind se komplett alle. Wenn er diesen Stecki dieses Jahr wieder verkackt häute ich ihn, den Katschi. Dann zieh ich ihm die Haut ab.
Herzliche Grüße

   Sandkater                     Aus der Wüste, wo man einen Bierzapfhahn vergeblich sucht.

Antworten

Zurück zu „Kübelpflanzen, Exoten und ihre Pflege“