ET in Sandkaters Exotengarten

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ET in Sandkaters Exotengarten

Beitragvon sand cat » 21.10.2014, 23:09

Wie vom Mod Gudrun vorgeschlagen, neuer thread.

Hab heute Abend einen ET Steckling im Stadium Kambrium eingetopft.
Jetzt brauch ich Eure Hilfe wirklich. Hab ja nur 3 kleine Stecklinge aus Dland mitgenommen und im Handgepäck im Flieder in einer Küchenrolle, na ja, 5000km, so ganz taufrisch haben se nach Ankunft hier nicht mehr ausgesehn. Einer dümpelt noch vor sich hin (2 x angknickt) der andere - wie gesagt - heute getopft.
Zustand:
Keine Knicke, Blaetter (2) gutes Kambrium. Topf Höhe 12 cm, Durchmesser oben 12 cm.
Topf hat ne Einlage. Staunaesse somit nicht moeglich. Erde gut feucht in den Topf,  ET rein und gut angegossen. Steht im Moment noch in der Kueche bei etwa 26º. Luft durch AC's wahrscheinlich recht trocken. (Schaetze max 40-45%).
Hier ein paar Bilder bezuegl. Topf, Erde, usw.

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Soll ich den Topf in der Wohnung behalten oder rausstellen? Vollschatten - teilweise Sonne usw, alles moeglich.

Temperatur tagsüber - Schatten. Ca 35-37º, Luftfeuchte so um 45-50%. Nachts - siehe da.

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Danke im Voraus fuer Antworten, Tips.
Jetzt is aber Schluß fuer heute. Hab in den letzten 3 Jahren nicht soviel in einem Forum gesimst wie heute.

Wünsche allen ne angenehme Nacht
Grüße

Sandkater
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Beitragvon gudrun » 21.10.2014, 23:39

Raus an die frische Luft wegen Befalls mit Wollläusen. Im Anfang schattig. Wenn er anfängt zu wachsen sonniger.

Ich kann keine Angaben machen wieviel Sonne. Wir stellen ETs vollsonnig und Du 2 Stunden Sonne. Das ist doch richtig? Du musst das richtige Mass selbst herausfinden. Wir kennen nur Deutschland. Einfach immer kontrollieren und schauen, ob alles in Ordnung ist. Ach, und lass bitte den Mod weg. Bin ganz normal.
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ET Steckling eingetopft

Beitragvon sand cat » 27.10.2014, 11:23

Schoenen Tag wuensche ich allen.

Als erstes bitte ich drum mich nicht komplett zu degradieren. Ich bin eben doch noch Anfänger was Gartenbau generell angeht scheue mich aber nicht alles auszuprobieren (hab hier ja auch keine andere Chance) und daraus resultierend ergeben sich auch Fehler u Missgriffe die man aber nur einmal machen sollte.

Das Eintopfen des jetzt noch einzigen ET Stecklings (die Schäden an den beiden anderen waren durch den langen Transport, Druck-und-Knickstellen, doch zu gravierend) hat ihm offenbar überhaupt nicht geschmeckt. Ich hatte ihn ja im Kambiumstadium wie auf den Bildern ersichtlich eingetopft. Die Erde war nicht zuu fest angedrückt und gut feucht, aber nicht naß. Dann gings vor d Eingangstüre, Platz im Schatten, Haube drüber. Ich nehm dafuer immer 6-12L durchsichtige Trinkwasserflaschen mit oben einem ca 3-5cm großen Loch. Temperatur, wie bekannt, im Schatten so um d 35º, nachts etwa 30.
Mein Kumpel Stecki hat dann zuerst ein Blatt abgeworfen (was ja nicht unnatuerlich ist) und am naechsten Morgen den Kopf total haengen lassen. Hab dann noch bis abends gewartet.
Wusste nu wirklich nicht was ich tun sollte, dachte aber, wenn ich jetzt nicht irgendwas unternehme, dann isser hin. Also hab ich ihn gaaanz vorsichtig wieder "ausgebaut", die Erde vorsichtig abgespuelt, wieder ins Glas mit Wasser gestellt, raus vor d Tuere an den gleichen Platz wie vorher und eben d genannte 6L Volumen Haube druebergesetzt.
Innerhalb 8 Stunden über Nacht hat er sich soweit erholt daß der Kopf wieder aufgerichtet hat. Seit 4 Tagen sitzt Et Stecki nun wieder im Wasser und es scheint ihm zu bekommen. Weiteres Kambium, richtige Wurzelansaetze sind no nicht zu erkennen, aber es hat den Anschein daß der Stecki oben ein neues (neue) Blatt treibt.
Ich geh jetzt einfach mal davon aus (weiß es aber nicht - braeuchte nun unverbindlich eure Hilfe) daß ich im Moment nichts falsch mache wenn ich ihn weiterhin im Wasser zur weiteren Bewurzelung stehn lasse. Weiterhin schoen beobachten und hoffen........
Ich werd heute Abend ein paar Photos machen und hier im post einstellen.

Eigentlich erstaunlich was ein ET Stecki so abkann. Ich bin überrascht. Von einer nie gepflegten Mutterpflanze morgends um 5 bei etwa 6º C abgeschnitten, nasses Küchenpapier um den Fuß, in eine Zewa Papierrolle gezwängt, imHandgepaeck mit in den Flieger (da wars schweinekalt waehrend des Fluges) in Jeddah zu hause angekommen dann sofort ins Wasser, Wassertemperatur des kalten Wassers weit über 30º. (Haben draussen im Garten einen 1000L Tank da die Wasserzufuhr oefters mal nicht klappt).
Hat er weggesteckt u sofort angefangen ein Kambium zu bilden. Eingetopft, raus ins Freie, wieder ein gr Temperaturumschwung von 24, 25º auf immer mind 30 oder mehr, wieder raus aus der Erde zurueck ins Wasser. Und macht sich im Moment gut.
Ich bin beeindruckt.

Wie gesagt, heute Abend ein paar Photos (sofern erlaubt, erwuenscht)
Wahrscheinlich gibts einen anderen Erfolg zu melden. Wenn ich heute morgen im Vorbeigehen richtig gesehn hab dann hat zumindest eine Ablegerknolle einer Hirschgeweihdahlie den Umschwung von Dland nach hier auch gepackt und treibt zumindest einen neuen Spross. Die sind ja ebenso brutal ausm Wachstum rausgerissen worden wie ET oder auch andere mitgebrachte Stecklinge.
Dahlienableger (knollen) hatte ich insgesamt 6. 3 sind definitiv hinüber - verfault. Die anderen 3 koennten es packen.
Normalerweise zerlegt man ja ne komplette Dahlienknolle in ihre einzelnen Knollen samt Wachstumbereich erst im Fruehjahr vorm Einpflanzen. Da is das Ding recht robust. Ich musste die gerade Ausgegrabene ja zwangsweise zerteilen und hab da mit Sicherheit ueberall Schaeden wie Quetschungen, groessere Druckstellen, usw verursacht da alles kreuz und quer miteinander verwachsen war. Und dann noch der Transport. Will mich nicht rausreden aber wenn ich 2 oder alle 3 durchbekommen wuerde, zum Austreiben bekommen wuerde dann koennte ich mich gluecklich schaetzen.

Meld mich heute Abend
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Beitragvon gudrun » 27.10.2014, 11:40

Wieso fühlst Du Dich "degradiert"?

Meinen Vorschlag, den Steckling bis zur richtigen Bewurzelung im Wasser zu lassen, hast Du verworfen. Egal, jetzt im Wasser lassen, bis nicht nur Dein Cambrium = Kallus, sondern richtige Wurzeln vorhanden sind. Übrigens, wie funktioniert eine Entsalzungsanlage? Durch Destillation? Oder wird nur das Salz entzogen, so dass im Wasser noch andere Substanzen vorhanden sind?
Ich hab nämlich durch meinen Kondens-Wäschetrockner reichlich destilliertes Wasser, was zum Blumengießen absolut ungeeignet ist, auf Dauer jedenfalls.

Erst mit richtigen Wurzeln klappt der Kontakt zur Erde richtig, und die Schlapperei hört auf.
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Beitragvon sand cat » 27.10.2014, 13:47

@ Gudrun
Danke fuer deine schnelle Antwort.

Nee, degradiert, Quatsch, war so ne Floskel. Aber, wie heißt doch der Spruch: Wer nicht hören will muß fühlen........ (in Bezug auf - laß den Stecki im Wasser bis er genuegend Wurzeln hat.....)

Brauchwasser:
Wie du gesagt hast - aus der Entsalzungsanlage mit jeder Menge an Chemie drin. Was da drin ist, keine Ahnung. Als Trinkwasser jedoch ist es nicht zu empfehlen. Nicht mal zum Salat waschen. Trinkwasser läßt man sich in 5 oder 6 Gallonenbehälter liefern.

Wasser fuer den Steckling.
Was haelst du davon wenn ich das Wasser ausm Wasserhahn gegen Trinkwasser austausche? Könnte dies in Bezug auf bessere Bewurzelung von Vorteil sein? Es gibts ja gutes lokales Trinkwasser sowie auch aus Europa als Stilles Wasser importierte Sorten wie z.B. Volvic , Apollinaris, Bon Aqua nur um ein paar zu nennen.
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Beitragvon gudrun » 27.10.2014, 13:57

Da Du nur einen Steckling hast und in diesem Fall das Experimentieren ausfällt, nimm Euer Trinkwasser, aber keine Stillen Wasser. Die haben doch alle Mineralien drin. Habe zwar keine Ahnung, ob die schädlich sind. Für die Pflanzen. Aber so etwas hab ich noch nie ausprobiert, wozu auch. Wir haben ja hier alles zur Verfügung sowohl Trinkwasser als auch ungereinigtes "Brauchwasser", so wie es aus der Erde kommt. In landwirtschaftlich genutzten Böden mit sehr viel Nitrat und viel zu viel Kalk und und und. Immer noch besser als Dein Wüstenextrakt.
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Beitragvon sand cat » 27.10.2014, 15:06

@ Gudrun

:huepfend002  :huepfend002

Ey cooler Ausdruck.    Wüstenextrakt.    Saugut.
Werd dies heute Abend nach dem Einkaufen sofort erledigen.
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Beitragvon sand cat » 28.10.2014, 10:18

Hallo allerseits

Bilder vom ET Stecki wieder zurück im Wasser zur weiteren Bewurzelung.

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Hat sich gut erholt. Nochmal Schwein gehabt.
Na ja, da kann ich wenigstens nen kleinen Erfolg verbuchen. Dahlienknolle treibt aus.
Etwa 12cm tief vor etwa 2 1/2 Wochen eingebuddelt.

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Beitragvon gudrun » 28.10.2014, 20:14

Wünsch Dir viel Erfolg mit Deinem Stecki.
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ET eintopfen

Beitragvon sand cat » 25.11.2014, 11:05

@ ET Spezialisten

So langsam drückt die Ungedult. Mein letzter Steckling hat ja nu schon einiges
mitgemacht einschliesslich den Freischwimmer nach den Regen vorletzten Sonntag.
Was die Bewurzelungsphase angeht, es hat jede Menge Kallusbildung und Ansaetze
zu Wurzeln. Die sind vielleicht 2-3mm, manche 4mm. Der ganze Steckling is ja nur noch ca 15cm lang.
Seitlich an den Augen, an den Stellen der abgefallenen Blätter hat der Kleine an 3 Stellen
neue Seitentriebe. An der Spitze, diese Blaetter haben sich verabschiedet, sieht aber nicht
vertrocknet aus.
Temperatur ist da wo ich gedenke den Pott hinzustellen, tagsueber so um 30-32º. Schatten und ab mittags von 15-17 Uhr Sonne. Nachts ham wir zwischen 24-26º.
Also, einen Plastiktopf (Hoehe 14cm, Durchmesser oben 12cm) nehmen, meine verfuegbare Blumenerde rein und vorsichtig und luftig (Erde wenig andruecken) eintopfen. 4 Holzsticks (Grillsticks) rein und ne Plastikhaeubchen drueber. Haeubchen wird mit kleinen Loechern versehen. Erde maessig feucht. Der Topf hat einen Einsatz dass d Wurzeln (die dann hoffentlich auch wachsen werden) sich nicht im Wasser befinden koennen. Zudem hab ich seitl ca 3mm ueberm Boden noch 3 Löcher mit reingebohrt. Staunaesse kann sich so schon mal gar nicht bilden.
In der Art u Weise hab ich es auch mit meinen Sommerfliederstecklingen gehalten. Die treiben wunderbar. ABER, nen ET Steckling kann man wahrscheinlich nicht mit einem Flieder vergleichen.
Der Grund warum ich in Betracht ziehe das Ding nun in Erde zu versenken ist, daß das Wasser hier, ob nun Brauchwasser aus dem Wasserhahn oder Trinkwasser aus den 6 Galonenflaschen der Wurzelbildung nicht gerade dienlich ist. Vielleicht taeusch ich mich auch, hab ja was ET's angeht 0 Erfahrung. Wenn ich nun aber den anderen Steckling in Dland sehe, welcher von der selbigen Pflanze abgeschnitten wurde und vor ca 4 oder 5 Wochen erst ins Wasser gestellt wurde, der hat schon richtig schoene Wuerzelchen. Dieser hatte allerdings auch schon ne Y Gabelung, ist ca 40cm lang und an der Schnittstelle so um 3cm dick. Dieser hatte ebenfalls ne Haube bekommen, steht unten in der Waschkueche am Fenster (kein direktes Sonnenlicht) bei ca 16-18º. Alle Blaetter sind abgeworfen worden. Plastikhaube ist im Moment nicht drueber. Hat aber inzwischen ne Menge neuer Triebe. Wasser war normales Leitungswasser.
Was tun is ne gute Frage. Abwarten und beobachten oder ab damit in den Pott?
Werd heute nach der Arbeit ein, zwei Bilder machen und hier reinstellen.
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Beitragvon sand cat » 25.11.2014, 18:57

Hier die Bilder vom Steckling

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Was schlaegt die ET Spezialistenfraktion unverbindlich vor? Weiterhin im Wasser oder ab damit in den Topf?
(Ich weiß ich bin ungeduldig)
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Beitragvon Inge » 25.11.2014, 21:53

Ich befürchte, da wirst Du jetzt verschiedene Meinungen zu hören....

Ich würde warten, bis sich der Kallus etwas vergrößert hat; andere schwören drauf, sobald sich Kallus zeigt, sofort topfen  :oops:
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LG Inge

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Beitragvon gudrun » 25.11.2014, 22:38

Abwarten, bis sich wirklich Wurzeln bilden. Geduld also. Der in Deutschland hat auch nicht so mit der Hitze zu kämpfen. Bei höheren sommerlichen Temperaturen gibt es in Deutschland die gleichen Schwierigkeiten, wie Du sie hattest, als Du den Kleinen getopft hattest. Also nochmals Geduld.

Wir hatten letzte Nacht die erste Frostnacht. Nur gefrorene Autodächer und -Scheiben, aber immerhin. Und bei Euch in Jeddah ist Hochsommer. Ist schon irre.
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Beitragvon Line » 26.11.2014, 08:43

Hallo SandCat,
wie immer gibt es mehrere Meinungen und merhrere Wege zum Erfolg.

1. Du könntest den Steckling im Wasser lassen, bis das Wasserglas voller Wurzeln ist. Dem Stecki schadet es nicht,
er bildet kleine Blättchen und wächst nur ganz langsam.
Vorteil: Der Stecki steht im Wasser und holt sich soviel wie er braucht - keine Pflege und keine Kontrollen
"noch feucht genug, oder schon gießen" ?!?!?
Nachteil: Die Pflanze hat ausschließlich Wasserwurzeln gebildet. Wenn Du die Wasserwurzeln topfst, dann beginnt
für die Pflanze erst eine irre Umstellung auf Erdwurzeln, die die geringe Feuchtigkeit aus der Erde auf nehmen können.
Das oberirdische Wachstum wird erst einmal stoppen, und vielleicht auch ein wenig kümmern,
aber die Pflanze setzt ja auch alle Energie unterirdisch ein.
Erst wenn die Wurzeln substrattauglich sind wird sich oberhalb wieder etwas tun.
Ich habe es so schon öfter gemacht, man muß im Winter (bei uns Stecklingsvermehrung der ET's) halt nicht oft gießen.

2. Du könntest auch sofort topfen. Bei Euch sind die Lichtverhältnisse ja jetzt so als wäre bei uns Sommer. Insofern könnte
Vorteil: Dein Pflänzchen direkt loslegen.
Nachteil: vorsichtig immer die Feuchte kontrollieren und eher schattig aber unter Haube aufstellen.

Ich persönlich stehe mit der Feuchte bei Stecklingen auf Kriegsfuß. Deswegen würde ich an Deiner Stelle
noch einige Wochen warten, bis sich wirklich Wurzeln (> 6 cm ) gebildet haben, und dann topfen...

Ich habe jetzt auch anderweitg schon eine dritte Lösung gehört.
Wenn genügend Wasserwurzeln vorhanden sind
dann erst einmal ziemlich sandiges Substrat in das Wasser rieseln lassen und die Pflanze nach und nach an
"erdiges Substrat" gewöhnen. Könnte ziemlich matschig werden....
Diese Variante habe ich noch nicht ausprobiert, kann also nichts dazu sagen...

Wie Du siehst, gibt es viele Wege nach Rom...
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Jeder fängt mal KLEIN an: Bild
Gruß Line

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Beitragvon sand cat » 26.11.2014, 09:44

Danke zuerst mal fuer die Ratschlaege. Denke auch dass ich im Moment
ihn zuerst noch im Wasser stehen laß.

@Gudrun
Jou - wir haben jetzt etwa Temperaturen wie in Dland im Juli/August. Man gewoehnt
sich aber an die Hitze. Meine Cheffin hat gestern Abend das duenne Jaeckchen schon
ausm Schrank geholt. (Hab sie dann schööön aufgezogen......)
Heute morgen um 7 hats 23º gehabt bei etwa 40% Luftfeuchtigkeit.

Ich denk, wie oben schon geschrieben, ich warte noch so etwa 4 Wochen und schau dann mal. Ab Mitte Dezember und der Januar, das sind die 2 kaeltesten Monate.

Sollte der Stecki im Moment eigentlich Sonnenlicht bekommen? Der steht ja im Moment unterm Eingangsvordach und bekommt 0 Sonne ab. Ueber dem Glas wo der Stecki drin ist hab ich lediglich eine unten abgeschnittene Plastikflasche druebergestell um ein bisschendie Luftfeuchtigkeit hoeher und stabil zu halten.
Passt das so oder sollte ich ne Plastikbeutelhaube drueberstuelpen? Hatte immer Muffensausen dass mir da dann Schimmel oder sonstiges in die Quere kommt.

Nochmal danke fuer die Antworten. Gute Ratschlaege sind immer herzlich willkommen.
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