Rost an meinen Fuchsien

Was mache ich bei Krankheiten meiner Lieblinge? Wie bekämpfe ich Schädlinge? usw.

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BerndF
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Beitrag von BerndF » 10.05.2009, 23:58

Moin Steffi,

es gibt ein Naturgesetz bei der Pflege von Fuchsien. Wer keinen Rost und keine Weißen Fliegen hat, hat auch keine Fuchsien ;-)

Die Frage ist aber immer, wie stark der Befall ist und danach richtet sich der Zwang eingreifen zu müssen.

Vor allem der Rost kann massive Schäden machen. Bei mir ist es im Moment eine einzige Pflanze ('Alan Ayckbourn') als Jungpflanze aus einer Gärtnerei bezogen die mehr Blätter fallen lässt als sie aufbauen kann. Will ich diese Pflanze retten, dann werde ich wohl kaum um eine Bekämpfung herum kommen. Sonst habe ich in diesem Jahr noch keine stärkeren Probleme. Selbst die oben genannte 'Marlenchen' ist (noch?) frei von Problemen.

Hier habe ich auch ein Dilemma. Wegen einer Pflanze möchte ich nicht den ganzen Bestand spritzen - die Jungpflanze aber auch nicht verlieren. Eine einzige Pflanze zu spritzen ist aber auch völlig unwirtschaftlich.

Im Moment habe ich die befallene Pflanze isoliert ... mal schauen, wie es weiter geht. Schleifen sollte man das Problem aber nicht lassen. Erfahrungsgemäß geht der Rost nicht freiwillig.

Viele Grüße

Bernd

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Beitrag von gudrun » 11.05.2009, 00:17

Deine Handhabung mit dem Problem finde ich prima, BerndF. Ich werde ebenfalls nach diesem Muster verfahren, evtl. sogar die einzelne Pflanze opfern, ehe ich spritze.

Wichtig ist auch der Abstand, und bei einer größeren Sammlung gemischte Pflanzungen, um nur ja keine Monokultur aufkommen zu lassen.
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Viele Grüße aus Hochheim
Gudrun

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Horst Woydak
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Beitrag von Horst Woydak » 11.05.2009, 08:13

Fuchsienrost habe ich bisher bei mir immer erst im Herbst festgestellt, wie auch die Weiße Fliege massenhaft. Meine überwinterten stehen seit Anfang März (im Kalender notiert) in einer windgeschützten Hausecke mit etwa 3 Stunden Sonne. 3 Grad Minus am 20. 03. haben alle, auch triphylla, sehr gut überlebt.
Ich glaube, dass abhärten eine gute und gesunde Methode ist, keine Düngung bis Wurzeln aus dem Topfboden kommen und umgetopft wird.
Ich verzichte auf ein schnelles Wachstum den das kommt fast ganz von selbst. Allerdings kaufe ich nur ganz selten Neupflanzen dazu.
Grüße, Horst
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Beitrag von Steffi » 11.05.2009, 11:00

Letztes Jahr hatte ich den Fuchsienrost so gut wie gar nicht am meinen Pflanzen. Das Jahr davor war es ganz schlimm.
Da ich sehr viele Pflanzen, auch andere Kübelpflanzen habe, wollte ich mir den Rost nicht mit ins Winterquartier schleppen und habe alle Pflanzen nach dem zurückschneiden und entlauben vorsorglich mit Netzschwefel gespritzt. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich bin eigentlich auch kein Freund der chemischen Keule. Netzschwefel wird im Weinanbau u. a. auch gegen Milben eingesetzt.

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Beitrag von Claudia » 11.05.2009, 11:08

Ist ja schrecklich das Du Dich jetzt schon mit Rost rumärgern musst. Ich hatte im letzten Jahr auch keine Probleme (außer an zwei Jungpflanzen)  mit dem Rost. Aber das Jahr zuvor...grauenhaft. Ist schon erstaunlich wie das von Jahr zu Jahr schwankt.
Den  Rost hatte  an zwei Jungpflanzen die ich mir mitbrachte....und diese schnitt ich dann rigoros zurück, sprühte sie ein  und stellte sie gesondert in eine Ecke. Ich hatte dann zwar in dem selben Jahr keine Freude mehr dran...aber ich sehs ja  in diesem Jahr!
Lieben Gruß aus dem Saarland
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Beitrag von Elina » 11.05.2009, 11:45

Im vergangenen Jahr hat mich auch der Rost erwischt. (Bzw. meine Fuchsien). Ich habe dann mit Ectivo gespritzt. Man kann sich auch eine kleine Menge anmachen. Das hilft sofort. Man braucht die Pflanze dann auch nicht entsorgen.
Man schleppt sich den Rost ja meist mit neu gekauften Pflanzen ein. Aber auch Weidenröschen können Rost übertragen.

Viele Grüsse aus dem Rheinland

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Beitrag von Volker » 21.05.2009, 11:26

hallo,

ist das bei mir auch rost oder ist das durch die sonne?

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Viele Grüße aus dem Erzgebirge

Volker

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Beitrag von Claudia » 21.05.2009, 11:39

Das sind ziemlich sicher Verfärbungen durch den Standortswechsel von z.B. Gewächshaus ins Freie. Bedingt durch die veränderte Temperatur und die Sonneneinstrahlung.

Rost erkennst Du vor allem an den Blattunterseiten. Da sind solch kleine Beläge wie Currypulver :D
Lieben Gruß aus dem Saarland
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Beitrag von Garfield » 21.05.2009, 11:52

Volker hat geschrieben:hallo,

ist das bei mir auch rost oder ist das durch die sonne?

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Wenn du die Fuchsien aus dem Glashaus holst ist es besser wenn du sie ein paar Tage eher im Schatten stehen hast und langsam an die Sonne gewöhnst.Die Verfärbungen wachsen sich aus. :D
L.G.Heidi
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Beitrag von Volker » 21.05.2009, 11:56

ein glüch das es nichts schlimmes ist, danke  :D    :wink:
Viele Grüße aus dem Erzgebirge

Volker

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MadMim
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Beitrag von MadMim » 21.05.2009, 22:02

Bei der letzten Aufnahme - mit den verkrümmten Blättern
wäre ich aber doch etwas vorsichtig.
Das könnten durchaus irgendwelche Viecher sein...  :oops:  

Guckt noch mal ganz genau!
Good timber does not grow with ease -
the stronger the storm, the stronger the trees.

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Brigitte Stisser

Beitrag von Brigitte Stisser » 29.05.2009, 18:14

Ich weiß nicht, ob ich verschont bleibe.Mein Vorschlag Saprol und Baymat abwechseln und ich entblättere im Herbst die Pflanzen vollständig und spritze sorgfältig die einzelnen Ästchen, den Stamm und!! die Bodenoberfläche ab. Ob mich das vor vorzeitigem Rostbefall schützt- könnte sein.Bei mir tritt der Rost immer sehr spät, d.h. ca. September auf. Vielleicht liegts an der Behandlung. Wie gesagt:  Vielleicht.  Gruß  Brigitte Stisser.

Gast B

Brigitte

Beitrag von Gast B » 29.05.2009, 20:44

Hallo lb. Brigitte Stisser, Rost hängt aber auch von Weidenröschen ab, das in der Nähe, ihre Pollen aussendet. Wir haben festgestellt, immer ist es Gegenwärtig am Acker und im Garten.Wir haben ein Grundstück am Ende des Ortes ( nicht a. A... der Welt ) Aber Feld an Feld. Ich leide sehr, unter Fuchsienrost und Pollenallergie. Man kann eben nicht alles haben ,Gute Luft ,tolle Nachbarchaft und eine super Gemeinde.

Hatte schon zweimal Tag der offenen Gärten. Für's Kinderkrankenhaus in Regenburg hatte ich auch einen Tag der offenen Gartentür.War ein toller Erfolg.

Aber das Weidenröschen verfolgt uns Tag und Nacht.

Brigitte Stisser

Beitrag von Brigitte Stisser » 29.05.2009, 21:30

Die Weidenröschen sind Zwischenwirte für Rostpilze. Das ist dann eine schlimme Kombination, genauso wie Wacholder für Birnenbäume. Das giebt dann den Birnengitterrost. Da ist man ziemlich machtlos.Weidenröschen ausrotten und Wacholder fällen ist zu viel verlangt.  Grüße Brigitte Stisser

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gudrun
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Beitrag von gudrun » 30.05.2009, 10:54

Wir bekämpfen seit über 25 Jahren Weidenröschen. Mittlerweile sind da so viele Arten aufgetaucht, man glaubt es kaum. Vor einigen Jahren hatte ich mir auf einer Wildpflanzenausstellung ein weißes gekauft. Es war aber nicht weiß. Ich habe es zwar ausgerottet, aber es hatte Zeit genug, einige Samen zu verstreuen. Jetzt kommen laufend neue Sämlinge in dieser Ecke. Sch...... eußllich.
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Viele Grüße aus Hochheim
Gudrun

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