Roter Rizinus, was koennte dies sein....?

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sand cat
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Roter Rizinus, was koennte dies sein....?

Beitragvon sand cat » 23.01.2016, 19:32

Normalerweise hat, wie es der Name schon sagt, der rote Rizinus ne rote Farbe.
Siehe hier, einer der zwei Buesche.
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Der zweite Busch sieht so aus.
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Die "Flecken" haben sich relativ frueh gebildet, sind quasi - ich sag mal mitgewachsen. Was es den Wuchs, Hoehe,  Blütenbildung, Farbe der Blaetter angeht, darauf hatten die Flecken keinen Einfluß gehabt.
Da wir ja im Moment die kuehlere Jahreszeit haben hat sich diese auf den Wuchs, speziell seitl. Neuaustriebe ausgewirkt wobei diese jetzt direkt betroffen sind. Die Blaetter - alles verkuemmert.
Ich hab mir nun diese " Flecken " mal genauer angeschaut und schaetze (?).daß die ein pflanzlicher Parasit ist, wenn ich mich mal so ausdruecken kann.

Ich bin nun einfach mal mit dem Fingrrnagel mit leichtem Druck von unten nach oben gefahren und siehe da.....die rote Rinde des Rizinusses kam zum Vorschein.
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Hier das Abgeschabte.
Wenn man das Bild herzoomt sieht man daß es sich um lauter einzelne runde bis ovale, ich sag mal Plaettchen handelt welche, so wie es aussieht, zwar auf dem Rizinus aufsitzen, diesen aber nicht direkt schaedigen da die Rinde des Rizis gesund zu sein scheint. Man braucht auch keinen großen Druck mit dem Fingernagel um das Zeug vom Stamm runter zu bekommen.
Was mir gerade so einfaellt, ich koennte mir vorstellen daß man "das Zeug" was immer das auch ist, mit einer Wurzelbuerste mit harten Borsten dran runterbuersten koennte.

"Das Zeug" da dran ist auch nicht trocken. Das mit dem Fingernagel Abgeschabte zwischen die Finger und zusammendruecken....es fuehlt sich feucht an.

Hat da jemand ne Ahnung was das sein koennte?
Interressant ist daß der Rizi daneben, im gleichen Topf, keinerlei Befall aufweist.

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Beitragvon Fuchsienblüte » 23.01.2016, 21:13

Heiner,vom Aussehen her würde ich auf Schildläuse tippen.

Ob es die aber in der Wüste gibt,das weiß ich leider nicht.
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LG    Michael

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Beitragvon sand cat » 23.01.2016, 22:19

Servus Michael.

An Schildlaeuse dachte ich zuerst auch. Aber, das Zeug lebt nicht. Mit leben meine ich im tierischen Sinne.
Schildlaeuse haben einen komplizierten Stechapparat und verletzen der Wirt. Hier nicht der Fall. Wenn das alles Schildlaeuse waeren dann muesste der Rizi schon lange in die Knie gegangen sein.
Schildlaeuse sondern Honigtau ab was Ameisen anlockt. Da ist ab und zu mal ne Ameise dran zu sehen welche sich "verlaufen" hat. Ansonsten keine.
Es muß sich um etwas Pflanzliches handeln da es sich weder auf der Pflanze noch nach Abschaben bewegt, offensichtlich den Rizi nicht auslaugt - abtoetet sondern als, wie erklaer ich dies am besten, als Unterlage - als Halt benuetzt.
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Beitragvon gudrun » 24.01.2016, 00:59

Ich habe keine Ahnung, Heiner, was das sein könnte. Am Ende schädigt es die Pflanze aber doch, wenn die Triebspitzen verkümmern.

Hast Du das schon mal bei anderen Pflanzen bei Euch gesehen?
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Viele Grüße aus Hochheim
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Beitragvon sand cat » 24.01.2016, 08:28

Moin Gudrun.

Nein, an keiner anderen Pflanze. Nicht mal am Rizinus daneben oder am ca 2m entfernten gruenen Rizinus.
Der Befall ist sogar von Weitem erkennbar.
Beim Rizi links etwa in der Bildmitte, das ist kein Befall.
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Gesunde Blaetter an einem Neuaustrieb.
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Am Rechten die kranken Blaetter.
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Honigtauabsonderung.
Hab gestern nochmal in Bezug auf Schildlaeuse gegoogelt. Es gibt auch Arten welche keinen Honigtau absondern. Diesbezueglich sind dann auch keine Ameisen unterwegs.

Ich muß mal eine Lupe nehmen und nachschauen ob da dann was erkennbar ist. Im Inet ist da nachzulesen daß man bei einer einzelnen Schildlaus unter dem "Deckel" eine gewisse Struktur zu sehen ist.
Ich meine aber immer noch daß dies ein pflanzl. Problem.ist und kein Ungezieferbefall.
Schade ist halt daß ich keine Vergleichsmoeglichkeit hab da ich mit sowas noch nie zu tun gehabt hab.

Auch merkwuerdig daß der Rizi direkt daneben nichts hat. Werde heute Nachmittag mal mit der Leiter hochsteigen ob da ev. im oberen Bereich des Rizis sich was angesammelt hat.
Und wie schon erwaehnt, diese Mistviecher sind mit einem ganz schoen brutalen Stech und Beißwerkzeug ausgeruestet womit diese dann die Pflanze bearbeiten. Man muesste dann also irgendwelche Stech und/oder Beißspuren erkennen.
Recht merkwuerdig das Ganze.
Der gruene Rizinus im etwa 2m Entfernung, kern gesund, das Monster.
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Vielleicht hack ich die Zwei auch raus und bestuecke den Kuebel neu. Von der Zeit her, vom Alter der Rizis her koennte man das in Betracht ziehen. Schaetze daß der ganze Kuebel so und so nur aus einem einzigen Wurzelballen besteht. Ohne Blaukorn waeren die Zwei wahrscheinlich so und so schon hinueber. Schade drum waere es um die sich im Kuebel befindlichen inzwischen groß gewordenen Tagetes.

Wie gesagt, ich werde im Inet nochmal suchen gehen und heute Nachmittag mal hochsteigen. Mehr kann ich im Moment so und so nicht machen.
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Beitragvon Steffi » 24.01.2016, 08:36

Könnte es sich vielleicht doch um eine Schildlausart handeln? Deckelschildläuse bilden im Unterschied zu Napfschildläusen keinen Honigtau, sie kleben nicht.

Schau mal hier nach
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Beitragvon Steffi » 24.01.2016, 08:43

Ich hatte dieses Schadbild selbst schon an einem Pflanzenstamm. Die befallene Stelle sah danach braun und eingefallen aus. Bei mir waren es kleine Schildläuse die nicht klebten.
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Beitragvon Heilpflanze » 24.01.2016, 09:51

ich denke, es könnte sich doch um eine Art Schildläuse handeln...viele..

http://www.diegruenewelt.de/schaedling/ ... aeuse.html

oder irgend eine andere Art Deckelschildläuse. Jedenfalls würde ich die beseitigen gemäss obigen Instruktionen
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Beitragvon sand cat » 24.01.2016, 10:48

Wie gesagt Steffi. Leicht mit dem Fingernagel am Stamm hochfahren und du hast die ganze "Schoße"  auf dem Fingernagel haengen. Das Gewebe, die Haut / Rinde darunter ist unverletzt.
Weitere Info nach heute Abend.
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Beitragvon Steffi » 24.01.2016, 11:59

Bei mir waren es Deckelachildläuse laut Gärtner, die massenhaft am Stamm aufgetreten sind. Sie ließen sich ziemlich leicht wegschieben.
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Beitragvon sand cat » 24.01.2016, 20:05

Bin nun heute mal mit der Leiter hochgestiegen......ups.....bis unters Dach voll damit.
Vielleicht sind es tatsaechlich sogenannte Deckelschildlaeuse. Obwohl, wenn man diese hier mit Bildern im Inet vergleicht....paßt irgendwie nicht.
Auf der anderen Seite, wenn man in Betracht zieht wieviel verschiedene Arten es davon gibt. Viell. sind dies  :D  ganz besonders Heilige, direkt nach der Hajj von Mekkah eingeflogen    :D .
Spass bei Seite.
Hab heute welche abgeschabt und mit der Lupe untersucht. Hmm, ich seh da auch nicht viel mehr mit der Lupe. Und mit dem handy durch die Lupe ein Bild machen, das packt die Kamera vom handy nicht so richtig.
Hab ne gute Lupe verwendet.
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Da war auch nicht viel mehr zu erkennen.
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Ich schaetze mal ich werde die zwei Rizis faellen. Sooo schoen und interressant sehen die so und so nicht mehr aus und was Samen angeht, da hab ich vom roten Rizinus auch genug. Schade isses nur um die zwei Tagetes. Eventuell kann ich die Zwei ausgraben, obwohl, bei der Wurzelmasse, hm, da werd ich gar nicht reinkommen in die Erde so voll wie der Kuebel mit Wurzeln ist.
Danach: Kübel auswaschen, desinfizieren und neu befuellen. Haltegeruest rein und Sonnenblumen, Gelber Riese und King Kong rein. Schaetze das wird wohl das Vernuenftigste sein.
Warum aber der Rizi direkt daneben nicht eine einzige von den Viechern hat (ob nu Schildlausart oder auch nicht).........seltsam, oder?
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Beitragvon mjanny » 25.01.2016, 17:29

Jaaaa - - - aber du möchtest doch schon gerne wissen, was es ist!
Also ich würde das ganze Geschabsel mal unter ein gutes Mikroskop legen. Da sieht man dann viel, viel mehr.
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Liebe Grüße
                   Margret

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Beitragvon sand cat » 25.01.2016, 18:37

Servus Margret.

Tja....haben ein Gewehr.....dann schießen.  :D  Kein Mikroskop zur Hand.
Die Lupe war schon recht gut. Die hat gut vergroessert.

Ich hab ja an verschiedenen Stellen das " Zeugs " abgeschabt. Ganz unten, in der Mitte und ganz oben. Das hat sich ja von unten nach oben ausgebreitet.

Wenn ich nun das Ergebnis mit Bildern im Inet vergleiche....hm, da paßt nichts so richtig.
Ich habe nirgends Eier / ein Eipaket gesehen/gefunden. Auch von der Oberseite sieht das "Zeug" anderst aus. Da ist bei jedem einzelnen Teil ein zwar schwarzer Punkt zu sehen, das war es aber auch. Kein Muster.
Mit Muster meine ich sowas auf dem folgenden Bild. Da hat jede einzelne Deckelschildlaus quasi ein Muster.
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Desweiteren. Mit dem Fingernagel vom Stamm abschaben. Zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und zusammendruecken. Das Zeug ist recht feucht, eher sogar als naß zu bezeichnen.
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So feucht, naß sind doch keine Schildläuse....????

Außerdem.....seht hier. Gefaellt.
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Wie schon vermutet, ein seeeehr kompakter Wurzelballen.
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Mußte den Ballen mit einer Fuchsschwanzsaege zerteilen um die einzelnen Blöcke dann ausm Kübel rausheben zu können.

In den langen Kübel werd ich Sonnenblumensamen in die Erde druecken. Geruest dafuer ist auch schon drin. Wahrscheinlich werd ich aber nochmal umstellen. Da wo der lange Kuebel jetzt steht, eventuell da den gr. rosa Oleander hinstellen. Der ganz große 420L Kuebel ist nach hinten gewandert.
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Durch dieses Bild eventuell besser vorstellbar. Der Oli wandert nach links wo man das gruene Geruest sieht. Abstand von der Wand etwa 1m.
Muß mir das morgen mal anschauen. Vorstellung und Tatsache sind halt zwei Paar Stiefel. Mal sehn was dabei rauskommt.   :D  :good
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Beitragvon mjanny » 29.01.2016, 19:21

Weisst du, dass es viel mehr Arten von Schildläusen gibt als wir glauben?Wir hatten uns mal aus Gran Canaria eine Art eingeschleppt, die winzig , weniger als einen Millimeter groß waren, kreisrund und weiß. Unter meinem einfachen Schülermikroskop war sofort zu erkennen, dass die weißen Pünktchen Schildläuse waren. Besorg dir mal ein einfaches Schülermikroskop oder vielleicht auch ein etwas besseres - - - du wirst dich wundern, wie oft du es anwenden kannst.
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Liebe Grüße

                   Margret


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